tagwerkzeug ELSTER
Entweder alle 3 Monate aufs neue, als Existenzgründer im ersten Jahr sogar jeden Monat wieder, müssen wir uns mit der Umsatzsteuervoranmeldung auseinandersetzen. Dunkelschwarz ist die Wolke, die über dem 10. des Monats schwebt, weiß sind die aus Prokrastinationsgründen mehrfach gewaschenen Vorhänge, blauschimmernd unsere fahle Haut nach stundenlangen Versuchen, das Beamtendeutsch zu verstehen. Schwarz auch die Aussichten, dunkel die Laune. Diebisch das Finanzamt und jeder, der irgendwelche Informationen zu unserem Einkommen haben möchte.
Zugegeben, gegen das Finanzamt und den willkürlichen Wust an Steuernummern und Regelungen kommen auch wir nicht an, ABER wir können einen großen Teil dazu beitragen, dass die Buchhaltung und vor allem die Nutzung von ELSTER weniger anstrengend und undurchschaubar für Euch ist, sodass Ihr einfach freelancen könnt:
Durch unsere frisch implementierte und ausgiebig getestete ELSTER-Schnittstelle könnt Ihr Eure Umsatzsteuervoranmeldung im Flug und fast ohne zusätzlichen Aufwand erledigen, wenn Ihr Eure Daten in tagwerk gespeichert habt.
Hier eine Anleitung in 4 Schritten, falls Fragen offen bleiben findet Ihr die Antworten bestimmt in unseren FAQs, in unserer Bibliothek oder in den FAQs von ELSTER
Schritt 1: Ihr beantragt (rechtzeitig, möglichst 2 Wochen vor Fälligkeit) unter elster.de ein kostenloses elektronisches Zertifikat, das Ihr für die spätere Authentifizierung braucht.
Schritt 2: Im “tagwerk Paket Steuern” erstellt Ihr unter Steuern > EÜR aus den von Euch erfassten Daten für den gewünschten Zeitraum mit einem Klick die Einnahmen-Überschuss-Rechnung.
Schritt 3: Unter Steuern > ELSTER ladet Ihr das elektronische Zertifikat hoch, gebt den dazugehörigen PIN ein, wählt die EÜR für den gewünschten Zeitraum und das für Euch zuständige Finanzamt aus und überprüft noch einmal Eure Daten in der Vorschau (Steuernummer etc.). Wenn alles passt klickt Ihr auf Senden und Eure Umsatzsteuervoranmeldung landet direkt beim Finanzamt.
Schritt 4: Ihr freut Euch dass Ihr schon durch seid und nutzt die gewonnene Zeit und den entgangenen Stress für was Schönes!
tagwerkteam: Jeden Freitag 14 Uhr Webinar
Liebe Tagwerker,
Ihr habt es sicher schon gemerkt, wir nehmen den letzten Teil von Software as a SERVICE ziemlich ernst!
Deshalb haben wir auch ganz neu und extra für Euch unseren Support noch weiter verbessert: Ab sofort, das heißt ab ab dem 24.05.2013, wird Gerald Moll jeden Freitag Eure Fragen zu tagwerk und Steuern beantworten.
Von 14:00 bis 15:00 freitags wird also ab jetzt der Zeitraum sein, in dem ihr alle Eure Probleme -zumindest die, die im entferntesten Sinne mit Buchhaltung und Steuern zu tun haben- gemeinsam mit Gerald lösen könnt.
Bitte meldet Euch HIER an und sendet uns Eure Fragen im Voraus zu!
Viel Freude weiterhin beim Freelancen mit tagwerk!
tagwerktipp: EÜR Teil 3
Für die DIY affinen Freelancer unter Euch gibt unsere Buchhaltungsexpertin Tipps, wie Ihr das Formular “Anlage EÜR” selber ausfüllt (Teil I und II findet Ihr ebenfalls im Blog). Wenn Ihr nicht alles selber ausfüllen möchtet, nutzt doch einfach die ELSTER und die EÜR Funktion und lasst tagwerk die Arbeit machen.
Liebe Tagwerker, heute lege ich euch die einzelnen Punkte der Betriebsausgaben der „Anlage EÜR“ näher dar:
… Wenn Ihr in Zeile 20 im Feld 159 Eure Betriebseinnahmen summiert habt, könnt Ihr beginnen, Eure gewinnmindernden Ausgaben darzulegen: Es sind grundsätzlich nur die Netto-Beträge der Kosten zu erfassen, die tatsächlich im entsprechenden Jahr bezahlt wurden. Die Steuerbeträge sind später in Zeile 44 zu erfassen. Die Kleinunternehmer geben natürlich die Brutto-Beträge an.
In Zeile 21 können bestimmte Berufsgruppen ihre Betriebsausgaben pauschal angeben. Bei einer hauptberuflichen selbständigen schriftstellerischen oder journalistischen Tätigkeit können 30% der Betriebseinnahmen, maximal € 2.455,- pro Jahr statt der tatsächlich angefallenen Betriebsausgaben geltend gemacht werden. Bei wissenschaftlicher, künstlerischer und schriftstellerischer Nebentätigkeit und auch bei nebenamtlicher Lehr- und Prüfungstätigkeit dürfen 25% der Betriebseinnahmen, maximal € 614,- pro Jahr, pauschal geltend gemacht werden. Eine weitere Berücksichtigung von einzelnen Kosten ist dann aber nicht mehr möglich. Wenn also die Berufsgruppe zutrifft und der pauschale Betriebsausgabenabzug günstiger ist, sind keine weiteren Angaben zu den Betriebsausgaben notwendig. In dieser Zeile sind ebenfalls der Freibetrag für bestimmte weitere nebenberufliche Tätigkeiten, wie zum Beispiel der des Übungsleiters (siehe § 3 Nr. 26 EStG) bis zu maximal € 2.400,- oder der des Ehrenamtes bis zu maximal € 720,- pro Jahr, zu erfassen.
Wer also zum Beispiel neben seiner hauptberuflichen Tätigkeit an der VHS Kurse gibt, füllt dafür eine eigene EÜR aus. Er trägt seine Einnahmen aus dieser Tätigkeit ein und in dieser Zeile seine Ausgabenpauschale von maximal € 2.400,-. Wenn aus dieser Tätigkeit mehr als € 2.400,- Einnahmen entstehen, unterliegt damit nur der Differenzbetrag der Einkommenbesteuerung.
In Zeile 22 sind Pauschalen für Weinbaubetriebe oder Forstwirte zu erfassen. Da ich unter Euch nicht so viele aus diesen Berufsgruppen vermute, stelle ich dieses Feld nicht näher vor. Wenn hierzu dennoch Fragen bestehen, meldet Euch gern bei mir!
In Zeile 23 im Feld 100 sind die Nettokosten für Waren, Roh- und Hilfsstoffe einschließlich der Nebenkosten, wie z.B. Fracht, nach Abzug der Skonti und Rabatte zu erfassen. In Zeile 24 im Feld 110 werden die Kosten für die „von Dritten für den Betrieb erbrachten Dienstleistungen“ eingetragen. Das sind Euren freien Mitarbeiter, die Euch eine Rechnung stellen. In Zeile 25 in Feld 120 gehören sämtliche Kosten für Gehälter, Löhne (einschließlich Lohnsteuer) und Versicherungsbeiträge für Eure festangestellten Arbeitnehmer.
In den Zeilen 26 bis 34 sind Absetzungen für Abnutzung von verschiedenen selbständigen abnutzbaren Wirtschaftsgütern zu erfassen. Das gesamte Anlagevermögen ist in einem laufend zu führenden Verzeichnis (Anlage AV zur EÜR) aufzunehmen. In den nächsten Beiträgen werde ich Euch einige Erläuterungen zu selbständige abnutzbare Wirtschaftsgüter und GWGs geben.
In Zeile 31 sind die Sonderabschreibungen, in Zeile 32 sind Herabsetzungsbeträge gem. § 7g EStG einzutragen (siehe auch im Beitrag über „Abschreibung bei PKWs“). Diese Beträge sind formlos gesondert zu erläutern.
Über die einzelnen Abschreibungsmöglichkeiten gemäß § 7 EStG fortfolgende werde ich Euch auch in einem späteren Beitrag genauere Erläuterungen geben.
In Zeile 33 sind die Aufwendungen für geringwertige Wirtschaftsgüter (GWG) und in Zeile 34 sind die Beträge, die durch die Auflösung eines Sammelpostens als Betriebsausgabe abzugsfähig sind, zu erfassen. In Zeile 35 gehört der „Restbuchwert“ ausgeschiedener Anlagegüter. Das ist der Wert, den das Anlagegut zum Zeitpunkt des Verkaufes laut Anlageverzeichnis noch hatte. Dieser Betrag ist als Ausgabe in dieser Zeile zu berücksichtigen.
Wenn Ihr Fragen habt, könnt Ihr mich gern unter felst@t-online.de oder unter 0178/7321923 erreichen.
Mit besten Grüßen verbleibe ich Eure Kira Felst.
Eine Kommunikations- und Organisationsexpertin als Tagwerkerin
Almut Wiedenmann stellt sich vor und erzählt Euch ihre Geschichte von der Selbständigkeit, der Verzweiflung an der Buchhaltung und ihrer Erlösung:
Kurzvorstellung
Selbständig bin ich seit… 2009
Ich arbeite bei… der Agentur AWi. Die Agentur AWi unterstützt Unternehmen bei ihrer Kommunikation und Organisation und übernimmt PR- und Marketing-Arbeiten. Parallel dazu helfe ich Schreibtischtätern mit ihrer Organisation am Schreibtisch zurecht zu kommen. Ich zeige ihnen, wie sie ihren Schreibtisch einrichten, die Ablage organisieren, den Umgang mit E-Mails effizienter gestalten können und zudem den Überblick über ihre Projekte nicht verlieren. Es macht Spaß zu sehen, mit wie viel mehr Freude von nun an die Arbeit von der Hand geht.
Ich bin online erreichbar unter…www.Agentur-AWi.de
Almut und die Selbständigkeit
oder: Eine dunkle Vergangenheit
Es war ein Alptraum, als ich 2009 zu Beginn meiner Selbständigkeit, zum ersten mal mit der Steuer und der Buchhaltung konfrontiert war. Die Auftragslage war super, ich war voll ausgebucht und eigentlich hatte ich überhaupt keine Zeit für Buchhaltung. Doch obwohl ich mir ein teures Programm zugelegt, sogar eine Windows-Simulation auf meinem Rechner zum Laufen bekommen und mich wirklich sehr bemüht hatte, hatte ich alles verkehrt gemacht. Ich hatte mir an einem besonders schrecklichen Wochenende, an dem ich alles noch einmal neu buchen musste, geschworen, dass ich das nie wieder machen würde.
Dann habe ich für viel Geld meine Belege buchen lassen. Allerdings war auch das nicht ganz stressfrei, aber es war mir das Geld und die Absprachen wert, immerhin hatte ich jemanden, der für mich die Buchungen machte und ich konnte mich immerhin darauf verlassen, dass es richtig gemacht wurde. Als die freundliche alte Frau mir aus heiterem Himmel schließlich Ende 2012 verkündete, dass ihr Chef nächstes Jahr in Rente gehen werde und sie mit ihm, stand ich wieder allein da und dachte nur HILFE!
Almut und der tagwerk-Workshop
oder: Der Wendepunkt
Das war der Moment, als Gerald von tagwerk zu uns in die Bürogemeinschaft kam und seinen Vortrag hielt. Ich saß da, hörte ihm zu und dachte, das gibt’s doch nicht, der scheint die Lösung für all meine Probleme zu haben.
Tja, was soll ich sagen, heute finde ich Buchen überhaupt nicht mehr schlimm und liebe es, dass ich endlich die Kontrolle über meine Zahlen haben. Da tagwerk von Leuten kommt, die die gleichen Anforderungen haben, ist das Programm einfach perfekt auf mich zugeschnitten: Die Liste an Buchungsmöglichkeiten ist überschaubar und denkbar einfach. Ganz ehrlich, ich frage mich, warum es so was nicht schon viel länger gibt.
Außerdem ist die Zusammenarbeit super – ich bin kein großer Held beim Einarbeiten in neue Programme. Aber Gerald hat mir geduldig am Telefon weitergeholfen, bis ich meine Fragen geklärt hatte. Heute klappt alles und dass ich mal eine Frage habe, ist sehr, sehr selten geworden.
Almut und die Buchhaltung
oder: Spaß, Ordnung und Überblick
Vielen herzlichen Dank! Mit tagwerk wird mir meinen Büroalltag und die olle Buchhaltung echt versüßt. Mittlerweile, ich trau es mich kaum zu sagen, macht es mir sogar Spaß! Es ist einfach befriedigend, wenn ich die Belege sortiert habe und sie dann in wenigen Minuten eingebucht sind.
Auch meine Büronachbarin habe ich schon von tagwerk überzeugt. Wir hatten den super Deal: Sie zeigt mir ELSTER und ich ihr dafür tagwerk. War klasse: In kürzester Zeit hatte sie ihr erstes Quartal eingebucht und ich meine erste Umsatzsteuer selbst angemeldet! Wer hätte das gedacht.
Bei tagwerk fehlt mir nur noch… ein Steuerberater in Leipzig, der mit mir und tagwerk zusammenarbeitet. Aber das Netzwerk wird ja gerade erst aufgebaut und ich hoffe, dass sich hier bald jemand findet.
Für meine Agentur habe ich das Motto… gut gelöst! Das ist der Anspruch, den ich an meine Dienstleistungen stelle. Gut gelöst trifft definitiv auch auf tagwerk zu.
tagwerk ist einfach gut gelöst!
Wir freuen uns sehr, Ihnen hiermit einen weiteren Beitrag unserer Serie “tagwerker” zu präsentieren. Wir geben tagwerk-Nutzern und unseren Kooperationspartnern hiermit regelmäßig die Möglichkeit, sich unserer Netzgemeinde vorzustellen, uns Feedback zu tagwerk zu geben und Ihnen die Nutzungsmöglichkeiten von tagwerk zu demonstrieren. Wollen Sie auch teilnehmen? Einfach eine Mail an Paula unter ziegler@mein-tagwerk.de schicken!
Studio Delta in der Tagwerker Reihe
Kurzvorstellung von Susanne Rau
Ich arbeite als… Organisatorin im Coworking-Büro Studio Delta. 
Ich wohne in… Leipzig
Ich bin erreichbar unter… www.studiodelta.de
Susanne Rau über Ihren Job
Gelernt habe ich,… dass jede Herausforderung ein Gewinn ist.
Mein größtes Projekt ist es,… unseren Coworkern ein flexibles und inspirierendes Arbeitsumfeld zu schaffen.
Das besondere an meiner Arbeit ist,… dass ich jeden Tag vor neue Aufgaben gestellt werde.
Susanne Rau als tagwerkerin
Bei tagwerk vermisse ich nur noch… die Anbindung an ELSTER…
tagwerk kenne ich… vom Workshop im Studio Delta und bin seither begeistert.
tagwerk nutze ich hauptsächlich… für die Abrechnung.
Dank tagwerk… funktioniert Buchhaltung wesentlich schneller.
Susanne Rau als Buchhalterin
Meine Zettelwirtschaft… herje!
Buchhaltung mache ich nur… auf den allerletzten Drücker.
Buchhaltung stresst mich… nicht mehr, weil mein-tagwerk sehr übersichtlich ist.
Abschließende Worte
Mein Tipp für Euch: tagwerk ausprobieren und Zeit sparen.
Wir freuen uns sehr, Ihnen hiermit einen weiteren Beitrag unserer Serie “Tagwerker” zu präsentieren. Wir geben tagwerk-Nutzern und unseren Kooperationspartnern hiermit regelmäßig die Möglichkeit, sich unserer Netzgemeinde vorzustellen, uns Feedback zu tagwerk zu geben und Ihnen die Nutzungsmöglichkeiten von tagwerk zu demonstrieren. Wollen Sie auch teilnehmen? Einfach eine Mail an Paula unter ziegler@mein-tagwerk.de schicken!
tagwerkplus April
ELSTER Schnittstelle eingerichtet
Ihr habt sie Euch gewünscht, jetzt ist sie da! Lest mehr über unsere ELSTER-Schnittstelle im tagwerkzeug Beitrag.
FAQS überarbeitet und erweitert
Wir haben unsere und Eure FAQs aktualisiert und das Kontaktforum überarbeitet. Ihr findet hier Anleitungen zu technischen Fragen und Informationen zu steuerlichen Themen.
Stammdatenkonzept überarbeitet
Eure Stammdaten werden beim ersten LOGIN neu abgefragt und auch die Layoutdaten sind nun besser strukturiert. Die Kontaktdaten sind dann für Zahlung, Rechnung und Buchung einheitlich unter Stammdaten abgelegt.
Mit tagwerkplus stellen wir Euch neue tagwerk-Funktionen vor, die wir dank Eures Feedbacks erweitert und optimiert haben.
Wir freuen uns also weiterhin über Feedback unter info@mein-tagwerk.de
Frohes Schaffen wünscht Euch Euer
tagwerk Team
tagwerktipp: EÜR Teil 2
Einnahmen-Überschuss-Rechnung (Teil 2):
Unsere Buchhaltungsexpertin hat für jene Selbermacher unter Euch, die ihre Umsatzsteuervoranmeldung eigenhändig ausfüllen möchten anstatt die tagwerk Schnittstelle zu ELSTER zu nutzen, die wichtigsten Erläuterungen zum ELSTER EÜR Formular zusammengestellt.
Liebe Tagwerker, heute stelle ich euch die einzelnen Punkte der Betriebseinnahmen der „Anlage EÜR“ näher dar:
Die Gewinnermittlung beginnt mit den Betriebseinnahmen, und zwar werden zuerst die „Betriebseinnahmen als umsatzsteuerlicher Kleinunternehmer“ abgefragt. In Zeile 8 im Feld 111 ist die Summe der im Veranlagungsjahr eingenommenen Entgelte eines Kleinunternehmers einzutragen, das heißt, hier wird die Jahreseinnahme eingetragen, wenn man keine Umsatzsteuer gemäß § 19 Abs. 1 des Umsatzsteuergesetzes erhoben hat. Hier sind aber nicht die Einkünfte aus dem Verkauf von Anlagevermögen, der privaten Kfz-Nutzung oder sonstige Einnahmen zu erfassen. Wenn in den Kleinunternehmer-Umsätzen auch solche enthalten sind, die steuerfrei sind, wie zum Beispiel Umsätze eines Versicherungsvertreters oder eines Vermieters von Wohnraum oder aus verschiedenen Heilbehandlungen (siehe § 4 UStG) oder solche, die nicht steuerbar sind, wie zum Beispiel die meisten Umsätze, die nicht im Inland getätigt werden (siehe dazu § 1 UStG und § 3a ff. UStG), sollen diese Einnahmen in Zeile 9 im Feld 119 nochmals erfasst werden. Das Finanzamt verlangt diese Angaben zur Prüfung, ob die Umsatzgrenzen bei Kleinunternehmern eingehalten sind.
In Zeile 10 im Feld 104 sind Einnahmen von Land- und Forstwirten einzutragen.
Die meisten von Euch werden sicherlich auf Ihre Einnahmen Umsatzsteuer erheben, damit sind sie „umsatzsteuerpflichtig“. In Zeile 11 im Feld 112 ist der Nettobetrag der Jahreseinnahme einzutragen, auf die Umsatzsteuer erhoben wurde. Wurden aber auch umsatzsteuerfreie oder nicht steuerbare Einkünfte erzielt, dann sind diese Einkünfte in Zeile 12 in Feld 103 einzutragen. Es handelt sich um die gleiche Art von Einnahmen wie in Feld 119. Zusätzlich sind in diesem Feld 103 aber auch noch die Einnahmen, für die der Empfänger die Umsatzsteuer gemäß § 13b UStG schuldet, zu erfassen. Wenn diese umsatzsteuerfreien, nicht steuerbaren Einkünfte auch Kapitalerträge beinhalten, sollen diese nochmals in Zeile 13 im Feld 113 erfasst werden. Dividenden-Einkünfte, die unter das Teileinkünfteverfahren fallen, sind hier in voller Höhe zu erfassen. Sie werden zwar nur zu 60% versteuert, diese „Korrektur“ erfolgt aber erst in Zeile 69 in Feld 262 auf der dritten Seite des Formulars. In Zeile 14 im Feld 140 ist die vereinnahmte Umsatzsteuer auf die oben genannten Nettobeträge und auf unentgeltliche Wertabgaben, wie die private Kfz-Nutzung (Zeile 17) oder sonstige Entnahmen (Zeile 18) zu erfassen. Wenn das Finanzamt Umsatzsteuer erstattet oder verrechnet hat, ist dies in Zeile 15 im Feld 141 einzutragen. Wenn etwas aus dem Anlagevermögen verkauft oder entnommen wurde ist dieser Nettobetrag in Zeile 16 im Feld 102 zu erfassen. Die Zeilen 17 und 18 betreffen die privaten Vorgänge. Die private Kfz-Nutzung erfasst Ihr in Zeile 17 im Feld 106. Wenn die private Kfz-Nutzung nach der 1%-Regelung (siehe früherer Beitrag) ermittelt wird, dann achtet bitte auf die „Kostendeckelung“, die ich bei den „Kraftfahrzeugkosten und andere Fahrtkosten“ noch genauer darstellen werde. Wie oben schon beschrieben, werden in Zeile 18 im Feld 108 sämtliche Sach-, Nutzungs- und Leistungsentnahmen, wie zum Beispiel die private Telefonnutzung, erfasst. Zeile 19 erfasst die Auflösung von Rücklagen, wie zum Beispiel die Existenzgründerrücklage, oder Ausgleichsposten. Damit sind alles Arten von Betriebseinnahmen aufgelistet.
Wenn Ihr Fragen habt, könnt Ihr mich gern unter felst@t-online.de oder unter 0178/7321923 erreichen.
Mit besten Grüßen verbleibe ich Eure Kira Felst.
Für alle, die das Formular nicht eigenhändig ausfüllen möchten hat tagwerk jetzt eine ELSTER-Schnittstelle, über die die Umsatzsteuervoranmeldung mit wenigen Klicks automatisch generiert und übermittelt wird.






